InDesign Zeichenformat [Ohne] per Tastaturbefehl

schnellzuweisenIn InDesign kann man für Absatz- und Zeichenformate Tastaturbefehle definieren. Außer für das Zeichenformat „[Ohne]“. Mit Schnellzuweisen (Befehl + Return) ist es gut möglich, wenn man es öfter hintereinander benötigt. Also Befehl + Return und dann in das Suchenfeld „Ohne“ eingeben. Dann sieht man das Zeichen- und Absatzformat „[Ohne]“.

Mit einem Appleskript kann man es mit einem Befehl, z.B. mit Befehl + Shift + 0. Auch Skripten kann man einen Tastaturbefehl zuweisen. Das Skript muss nur irgendwo innerhalb einer der Skriptordner liegen. Z.B. in ~/Library/Preferences/Adobe InDesign/Version 11.0/de_DE/Scripts/Scripts Panel

tell application id „com.Adobe.InDesign“
try
apply character style selection using (character style „[Ohne]“ of document 1)
clear overrides selection overrides to clear character only
on error err_mess
error err_mess
end try
end tell
tastaturbefehlzuweisen

Apple San Francisco Systemschrift

font-heroWer sich für Schriftsatz interessiert, muss sich dieses Video ansehen:
Watch „Introducing the New System Fonts

Der Zeichensatz mit den unterschiedlichsten Varianten wurde für digitale Ausgabe entwickelt. Es geht mir das Herz auf, bei so viel Freude zum Detail und zur guten Lesbarkeit. Für mich die erfreulichste Keynote von Apple.

Wer verwendet noch Duplex- oder Triplex-Bilder?

chief-duotone
Wenn man den Effekt eines Duplexbildes im Vierfarbdruck mit Adobe InDesign simulieren will, färbt man den Bildrahmen mit einer Farbe und stellt in der Effektepalette die Füllmethode des enthaltenen Bildes auf Luminanz  (mit Doppelklick auf den Rahmen kann man die Auswahl von Rahmen auf Inhalt wechseln). Im Adobe Illustrator funktioniert es genauso, nur dass man zwei Objekte benötigt: die Fläche mit der Farbe und darüber ein Bild mit Füllmethode Luminanz. Auch mal Schwarz oder ein neutrales CMYK als Untergrundfarbe probieren. Bei dieser Technik wird bei der späteren Transparenzreduzierung das Bild in CMYK gewandelt. Um Rasterwinkelung muss man sich deshalb keine Sorgen machen.

Ein Bild einzufärben war früher eine gängige Technik, um Grau zu vermeiden und nicht vierfarbig drucken zu müssen. Mittlerweile ist diese Technik riskant, da es in den meisten Fällen nur funktioniert, wenn man einen Draht zur Druckerei hat. Damit die Sonderfarbe oder das Schwarz in einem jeweils anderen Rasterwinkel gedruckt werden. Der Druck von Schwarz mit ein oder zwei Sonderfarben ist merkwürdigerweise immer noch in manchen Druckereien günstiger als Vierfarbdruck.

Vorstufe und Druck immer noch in der Steinzeit?

Warum arbeiten wir noch mit CMYK, obwohl wir doch einen RGB-Arbeitsplatz haben? Warum müssen wir mit Ausgabeprofilen, Papierfärbung, Darstellung von Schwarz, Rendering-Intents rumfiddeln? Was haben wir eigentlich für ein Jahr, 1990? Warum wird in einer Branche die für Wissen und Weltoffenheit steht, so ängstlich an alten Zöpfen festgehalten? Vor allem diesem dämlichen CMYK-Farbraum? Vereinfacht ausgedrückt: RGB gehört in die Vorstufen und Agenturen, CMYK in die Druckerei. Solange wir Agenturen und Vorstufen nicht deutlich nach bedienbarem Farbmanagement verlangen, wird sich nicht viel ändern. Es zeichnet sich eher ein Rückschritt in Richtung sRGB und CYMK ab. Die Webbrowser hinken auch hinterher, die wenigsten zeigen die Farben korrekt an.

Datenerstellung für den Druck, was ist Mythos?

Eine moderne Druckerei will solche Dinge nicht:
offene Daten, EPS, Bilder ohne Farbprofil, Überfüllung,
Duplex ohne Absprache, PDF/X3, keine Angabe der Druckbedingung,
keine Absprache, Formatecken

Eine moderne Druckerei weiß was folgendes bedeutet:
PDF/X-4, PDF/X-1, ProzessStandard Offsetdruck, Absprache,
Angabe der Druckbedingung, CMYK und Graustufen ohne Profil,
RGB mit Profil, Duplexdaten mit Absprache, RGB-Daten,
transparente Daten, FOGRA52, FOGRA51, standardisierte Prüfdrucke,
OpenType, Kurvennäherung

Eine moderne Druckerei oder Vorstufe kann mit diesen Dingen umgehen:
RGB, Officedateien, JPEG, TrueType

Links automatisch aktualisieren

Falls das Einpassen einer Grafik in InDesign es erfordert, dass man oft zwischen Grafikprogramm (z.B. Illustrator, Photoshop) und InDesign hin- und herschalten muss, dann hilft folgendes Skript. Einmal ausgeführt installiert es einen Event, der beim Programmwechsel alle Links aktualisiert. Abgeschaltet wird diese Funktion, indem man das Skript erneut laufen lässt oder InDesign beendet.

main()
on main()
tell application id „com.adobe.InDesign“
if exists (event listeners whose name is „updateLinks“) then
delete (event listeners whose name is „updateLinks“)
else
set myEventListener to make event listener with properties ¬
{event type:“afterActivate“, handler:my updateLinks, name:“updateLinks“}
end if
end tell
end main
on updateLinks()
tell application id „com.adobe.InDesign“
tell documents
set m to (every link whose status is link out of date)
if (count of m) > 0 then update m
end tell
end tell
end updateLinks

Adobe Illustrator Farbfelder auf „Global“ ändern

ai-farbpalette

In einer Adobe-Illustrator-Grafik ist es sinnvoll, gleiche Farbtöne global ändern zu können. Das geht auch, wenn keine Schmuckfarben wie HKS oder Pantone im AI-­Dokument vorhanden sind. Dazu muss man in den Farbfeldoptionen der Farbe die Checkbox „Global“ aktivieren. In der Palette erkennt man diese Farben an dem grauen Quadrat neben dem Symbol für den Farbmodus. Schmuckfarben haben ein Quadrat mit einem Punkt.

ai-farbpalette-pop-upBei alten oder importierten Dokumenten lässt sich diese Einstellung leicht für viele Farben gleichzeitig ausführen. Im Pop-up-Menü der Farbfeldpalette wählt man „Verwendete Farben hinzufügen“ oder entsprechend „Ausgewählte Farben hinzufügen“ aus. Adobe Illustrator fügt alle Farben als „globale“ Farbfelder hinzu. (Eventuell zuerst die nicht verwendeten Farbfelder im Pop-up-Menü der Farbpalette auswählen und löschen.)

Noch ein kleiner Tipp zur Benennung von Farbfeldern: Wenn man möchte, dass ein Farbfeld nach den Farbwerten benannt wird, statt z.B. „Helles Lila“, dann löschen Sie einfach den Namen in den Farbfeldoptionen und klicken „OK“. Illustrator macht es automatisch richtig.

Informationen über InDesign-Links in eine CSV-Datei schreiben

scriptdocumentWer umfangreiche Medien erstellt und seine in InDesign-Dokumenten verknüpften Bilder auf Datenträgern verstreut hat, der ist vielleicht an diesem AppleScript interessiert. Es erstellt einen Report über alle in InDesign-Dokumenten verknüpften Dateien. Wenn Dokumente geöffnet sind, kann man entweder diese auswerten oder einen Ordner auswählen der InDesign-Dokumente enthält. Es werden auch Infos über Farbraum, Auflösung, Verzerrung, Rotation ausgegeben.  Falls ein Kunde nach einem Bild fragt, das Sie in einem Druckprodukt verwendet haben, findet man es schnell mithilfe der erzeugten Liste, die auf dem Desktop gespeichert wird. Das Script platziert man in /Programme/Adobe InDesign Cx/Scripts/Scripts Panel/, dann kann man es von der Script-Palette (Menü Fenster) aus starten. Ausprobiert wurde es mit OS X 10.6 und 10.8 mit CS5.5, CS6 und CC.

ICC-Profile von Bildern ermitteln in OS X mit sips

Zwei Möglichkeiten, wie man ein Verzeichnis mit Bildern auf ICC-Profile analysieren kann.

Mit einer Spotlightsuche kann man ermitteln, welche Bilder  z.B. mit einem bestimmten Farbprofil getaggt sind oder welchen Farbraum sie haben: Das Verzeichnis anklicken, Apfeltaste-F, in den Suchoptionen „Andere“ wählen und nach „Farb“ suchen. Die beiden Suchkriterien mit Klick auf die Checkbox ins Menü einfügen. In das Suchfeld z.B. „RGB“ eingeben.

Mit dem Kommandozeilenprogramm „sips“ geht es besser, wie ich finde:
Terminal (Dienstprogramme) öffnen, cd, gefolgt von einem Leerraum, eingeben. Das Verzeichnis vom Finder in das Terminalfenster ziehen und Return eingeben. Damit wechselt man in das Verzeichnis mit den Bildern.

Dann die sips-Befehle, gefolgt von einem Return, eingeben:

sips -g profile *.* 

Um den Farbraum zu ermitteln:
sips -g space *.*

Um Transparenzen zu ermitteln:
sips -g hasAlpha *.*

Wer nur Informationen für ein bestimmtes Bildformat benötigt, der gibt z.B. am Ende *.tif  oder *.jpg  ein.

Wer wissen will, was sips noch alles kann, der gibt im Terminalfenster „man sips“ ein.

Informationen über InDesign-Dokument abrufen

Falls man mit einem InDesign-Dokument Programmabstürze hat, kann es helfen, das Dokument als IDML zu exportieren. Damit wird das Dokument auch von Verweisen auf PlugIns von Fremdanbietern  „gereinigt“. Diese Vorgehensweise ist sicher bekannt. Aber wie bekommt man Informationen über ein InDesign-Dokument? So geht’s: Apfeltaste (cmd) drücken und im InDesign-Menü „Über InDesign“ auswählen.

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